Kalk und Löss

Herrnbaumgarten liegt, geologisch betrachtet, an der Nordwestgrenze des Wiener Beckens. Die abgesenkten Teile – heute in bis zu 5.000m Tiefe – waren über Millionen Jahre von der Parathetys, einem flachen tropischen Meer, bedeckt. Aus dieser Zeit stammen die mächtigen Tertiärsedimente aus Ton, Sand, Schlier und Kalk.

Vor über 5 Millionen Jahren ist das Wiener Becken vollständig verlandet. In den Eiszeiten wurden große Teile des Weinviertels durch den Wind mit feinen, mittelschweren, kalkreichen Sedimenten aus den vegetationslosen Überschwemmungsgebieten bedeckt (Löss).

Dieser Lössmantel ist bis zu 15m mächtig. An den Hängen wurde der Löss aber teilweise wieder abgeschwemmt, und dort wirken die älteren Sedimente auf die Reben ein.

Somit können wir unsere Reben auf folgenden geologischen Verhältnissen setzen:

Tertiärsedimente aus Kalk und Ton:
sehr kalkreich, schwer und karg (Altenbergen, Krainholz). Gut für Zweigelt und Burgundersorten.

Schlier:
karg und kalkarm (Hannbuch). Gut für Cabernet Sauvignon.

Mächtiger Löss:
eher leicht, mittlerer Kalkgehalt, warm (Johannesbergen mit der Subriede Hoher Weg). Ideal für Grüner Veltliner und Merlot.

Umfangreiche Darstellung der geologischen Gegebenheiten in Herrnbaumgarten Download als pdf (650kb)